Sektion Zollikofen

Zollikofen erhält ein wegweisendes Baureglement

30.04.2017
In einer vierstündigen Sitzung hat der GGR die Ortsplanungsrevision abgeschlossen.
 
 
Zollikofen erhält ein wegweisendes Baureglement
 

Erfreut und erleichtert können wir auf eine aus unserer Sicht erfolgreiche Sitzung des Grossen Gemeinderates zurückblicken! Das Baureglement zur Umsetzung der neuen Ortsplanung wurde behandelt. Die Ortsplanung ist breit abgestützt vorbereitet worden mit Bevölkerungsbefragungen, Workshops, öffentlichen Veranstaltungen und mit einer Begleitgruppe. Das Resultat darf sich sehen lassen! Schwerpunkt ist die Verdichtung nach Innen ohne Neu-Einzonung von Landwirtschaftsland. Eine von der SVP bereits vor Jahren erhobene Forderung, wonach auf die Ausnützungsziffern generell zu verzichten ist, wird nun Tatsache. Für das Baureglement wurde der Ansatz einer Entschlackung gewählt. Das heisst bewusster Verzicht auf das Wiederholen von Bestimmungen, die bereits im übergeordneten Recht (Kanton und Bund) geregelt sind. Dies gilt besonders auch im Bereich der Energievorschriften, wo der Kanton Bern bereits sehr restriktive Bestimmungen kennt. Konsequent lehnten wir deshalb, zusammen mit den anderen bürgerlichen Kräften, Anträge für eine zusätzliche Verschärfung ab. Dies wird dem Gewerbe, den Mietern und Hauseigentümern zu Gute kommen. Für bestehende Geschäfte, welche sich neu in der sogenannten Arbeitszone befinden (z.B. STEG, Landi, Spahni), konnte im Sinne einer erweiterten Besitzstandes-Garantie erreicht werden, dass diese von der neuen Bestimmung, welche nur 500 m2 Verkaufsfläche in dieser Zone erlaubt, ausgenommen sind. Ein entsprechender Antrag von Markus Burren wurde vom Rat erfreulicherweise gutgeheissen.

Zu reden gab die Umzonung (Entwidmung) des Landes der ehemaligen Kindergärten am Lindenweg. Wir erinnern uns: Parlament und Volk haben einen Neubau beschlossen. Die neuen Kindergärten auf der Häberlimatte sind mittlerweile in Betrieb. Konsequenterweise soll nun das Areal der alten Kindergärten für Wohnbedürfnisse genutzt werden. SP und Grüne wollten dieses jedoch für Gemeindebedürfnisse reserviert halten. Klare Bedürfnisse sind derzeit nicht ausgewiesen, wohl aber ein Sanierungsbedarf in der Höhe von etwa 1 Mio. Franken. Unter diesen Umständen unterstützte die SVP erfolgreich die Pläne des Gemeinderates. Das Geschäft wird im Herbst zur Volksabstimmung kommen.

Für die SVP Fraktion
Markus Burren, Fraktionspräsident